Staatliche Zulagen der Riester-Rente werden nicht maximal ausgeschöpft

Eine Umfrage zur Altersvorsorge von Union Investment kommt im vierten Quartal 2011 zu dem Ergebnis, dass mehr als jeder dritte Riester-Sparer noch nie oder vor mehr als einem Jahr die Höhe seiner Sparrate überprüft hat. Demzufolge lassen sich viele Anleger die maximal möglichen staatlichen Zulagen entgehen. Der Riester-Vertrag sieht vor, dass vier Prozent des Bruttoeinkommens des Vorjahres oder maximal 2.100 Euro durch den Inhaber eines Riester-Vertrages gespart werden. Wenn weniger eingezahlt wird, erhält der Sparer auch nur anteilige Zulagen durch den Staat. So wurden in 2008 laut dem Vorsorgeatlas Deutschland rund 470 Mio. Euro verschenkt.

Vor allem Männer kontrollieren die Sparrate ihres Riester-Vertrags nur sehr eingeschränkt, jeder vierte männliche Anleger gibt im Rahmen der Umfrage von Union Investment an, dass er seine Sparrate noch nie kontrolliert hat. Die weiblichen Sparer hingegen sind in dieser Hinsicht aktiver, denn nur 15 Prozent der Befragten überprüfen ihre Sparrate nicht. In den unterschiedlichen Altersklassen fällt auf, dass vor allem die Gruppe der 50- bis 59-Jährigen noch nie oder vor mehr als zwölf Monaten ihre Sparleistungen überprüft haben (42 Prozent).

Um die vollen staatlichen Zulagen zu erhalten, sollte jeder Inhaber einer Riester-Rente mindestens einmal im Jahr seine Sparrate kontrollieren und diese gegebenenfalls anpassen, um kein Geld vom Staat zu verschenken.